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Gemini Abb.: 3: Kooperative Nutzung digitaler Lernkonzepte im pflegerischen Alltag,
Google
mit
KI-generiert
kann jedoch die Bereitschaft Grundbedürfnisse nach Autonomie, läufig nachhaltige Motivation oder
fördern, sich mit Lerninhalten aus- Kompetenz und sozialer Eingebun- tiefere Auseinandersetzung mit
einanderzusetzen, Lernprozesse denheit (Ryan & Deci, 2000, S. 70-74). Lerninhalten.
aufrechtzuerhalten und unter be- Elemente, die Sinn, Austausch und
grenzten zeitlichen Ressourcen fachliche Einordnung ermöglichen, Gerade im Pflegekontext ist Wettbe-
werb ambivalent. Ö,entliche Ranglis-
zahlen insbesondere auf soziale Ein-
dranzubleiben. ©FgSKW
ten können das Kompetenzerleben
gebundenheit und Kompetenzemp-
Gerade unter den Bedingungen der finden ein. Narrative Rahmungen beeinträchtigen, insbesondere wenn
Pflegepraxis kann diese stabilisieren- binden Inhalte in praxisnahe Versor- Teilnehmende sich dauerhaft im unte-
de Funktion von Motivation entschei- gungskontexte ein, kooperative Ele- ren Bereich wiederfinden. Studien
dend für die Wirksamkeit beruflicher mente fördern kollegialen Austausch, zeigen, dass solche Vergleiche Frustra-
Weiterbildung sein. und qualitatives Feedback unterstützt tion auslösen und motivationale
die fachliche Selbstvergewisserung. E,ekte abschwächen können (Li et al.,
Warum soziale und sinnstiftende 2024, S. 770-771, 785-786). Demge-
Elemente zur Pflegepraxis passen Für Pflegefachpersonen PE SKW, die genüber zeigen kooperative oder
häufig beratend tätig sind und kom- gemischte Lernformen häufig stärke-
Pflegefachpersonen in der spezialisier- plexe Entscheidungen tre,en müs- re positive E,ekte, da sie soziale
ten Beratung arbeiten selten nach sen, kann diese Form der Einbettung Eingebundenheit und gegenseitige
klaren Leistungsskalen, sondern motivierender sein als reine Leis- Unterstützung fördern (Yu, Yu & Li,
bewegen sich in komplexen Versor- tungsanreize, die lediglich Aktivität 2024, S. 4069).
gungssituationen, die fachliche Ver- messen, aber keine fachliche Reflexi- Diese Befunde passen gut zur pflege-
antwortung, Beziehungsarbeit und in- on ermöglichen. rischen Praxis, die weniger von Kon-
dividuelle Entscheidungen erfordern. kurrenz als von Zusammenarbeit,
Vor diesem Hintergrund wirken Wettbewerb, Punkte und Rang- Abstimmung und gemeinsamer
Gamification-Elemente wie narrative listen – warum sie ambivalent Verantwortung geprägt ist.
Rahmungen, feedbackorientierte wirken
Rückmeldungen und kooperative Aus- Zeit als begrenzende Ressource
tauschformate häufig motivierender Gegenbefunde sind entscheidend: der Pflegeweiterbildung
als reine Leistungsanreize, die primär Punkte, Levels und Ranglisten kön-
auf Vergleich und Punkte abzielen. nen Leistung steigern, ohne intrinsi- Ein zentrales, häufig unterschätztes
sche Motivation signifikant zu erhö- Motivationskriterium in der berufli-
Diese Einschätzung lässt sich motiva- hen (Mekler, Brühlmann, Tuch & chen Weiterbildung ist die Einbettung
tionspsychologisch gut begründen. Opwis, 2017, S. 525, 529-532). Diese von Lernaktivitäten in bestehende
Die Self-Determination Theory be- Elemente wirken primär extrinsisch. berufliche und private Kontexte. Pfle-
schreibt Motivation als Ergebnis der Sie können kurzfristig Aktivität erhö- gefachpersonen müssen Weiterbil-
Befriedigung der psychologischen hen, fördern jedoch nicht zwangs- dung in einen Alltag integrieren,
6 Nr. 101 · 08/2026 Das Thema

